
Eine Zeit im Aufbruch
Eine Zeit im Aufbruch
Die Handlung von Jakob – Die Stimme der neuen Zeit beginnt 1615 – in einer Welt, die äußerlich noch geordnet wirkt, innerlich aber längst in Bewegung geraten ist. In Dörfern, Städten und Fürstenhöfen spürt man die Spannung einer Epoche, in der Glaubensfragen, Machtinteressen und neue Ideen aufeinandertreffen. Wenige Jahre später wird daraus der Dreißigjährige Krieg.
Wissen, Glaube und neue Fragen
Es ist eine Zeit, in der Menschen beginnen, genauer hinzusehen: auf den Himmel, auf die Natur, auf alte Lehrsätze und neue Beobachtungen. Wissenschaft steht noch eng neben Theologie, doch Astronomie, Mathematik, Medizin und Naturbetrachtung gewinnen an Kraft. Bücher werden dabei zu Trägern einer neuen Welt: Sie bewahren Wissen, verbreiten Gedanken und stellen Fragen.
Rostock und Leipzig
Rostock ist im frühen 17. Jahrhundert eine alte Hansestadt am Ostseeraum, geprägt von Handel, Hafen, Backsteinkirchen und einer Universität, die bereits 1419 gegründet wurde und als älteste im Ostseeraum gilt. Leipzig wiederum ist Messestadt und Universitätsstadt: Die Universität wurde 1409 gegründet, die Stadt ist ein wichtiger Ort für Handel, Gelehrsamkeit und Buchverkehr. Zwischen Ostseehafen und Messeplatz, Werkstatt und Hörsaal, Glauben und Forschung entfaltet sich eine Welt, die vertraut wirkt – und doch schon in die Neuzeit weist.