Über Anfang, Zweifel und das Vertrauen in die Geschichte.
Jeder Roman beginnt mit einem Gefühl, das sich schwer erklären lässt. Einem Drängen. Einem Bild, das nicht verschwindet.
Bei mir war es Jakob an der Esse. Ein junger Mann, der einem Hammer zuschaut. Der Feuer und Eisen kennt, aber noch nicht weiß, wohin ihn das Leben führen wird.
Der erste Zweifel
Ich habe lange gezögert. Ein historischer Roman – ist das nicht zu groß? Zu akademisch? Zu weit weg von heute?
Dann merkte ich: Es geht gar nicht um damals. Es geht um Menschen, die in einer Zeit leben, die sie nicht vollständig verstehen. Das ist keine historische Besonderheit. Das ist immer so.
Das Vertrauen in die Geschichte
Irgendwann musste ich aufhören zu planen und anfangen zu schreiben. Das ist das Schwierigste – und das Wichtigste. Nicht zu wissen, wo es endet. Nur zu wissen, dass es weitergeht.
Jakob hat mich gelehrt: Nicht jeder Schritt muss sicher sein. Er muss nur getan werden.
Was jetzt ist
Das Manuskript wächst. Die Figuren werden deutlicher. Rostock nimmt Form an. Und ich merke: Diese Geschichte wollte erzählt werden. Ich bin nur derjenige, der sie aufgeschrieben hat.